Es war ein ganz normaler Montag. Zu grau, um motiviert zu sein. Zu spät, um noch was Großes zu planen. Aber irgendwas in uns wollte raus – nicht zum Sport, nicht zum Einkaufen, einfach… woanders sein. Pltözlich meinte Paul: „Wollen wir nicht einfach in den nächsten Zug steigen?“ Und dann haben wir’s durchgezogen. Keine Vorbereitung, kein Proviant, kein Ziel. Nur eine Regel: Handy aus – ab jetzt wird nicht mehr gegoogelt. 

Die Spielregeln, die wir uns spontan gegeben haben:

🎟️ Fahrkarte lösen, irgendwohin, ca. 1 Stunde raus aus der Stadt.

📴 Handy aus – kein Maps, kein Wetterbericht, kein Live-Standort. Nur echtes Verlaufen.

🧭 Zurück nach Hause: nur mit Straßenschildern, Sonne, Bauchgefühl – oder netten Leuten.

Wir sind also eine Stunde Richtung „keine Ahnung“ gefahren. Ausgestiegen irgendwo zwischen Weide, Kleinstadt und Kirchturmglocken. Es roch nach Erde und Holz. Der Bahnhof hatte einen Snackautomaten, der außer Betrieb war. Geil. Wir sind einfach losgelaufen. Haben grob überlegt, wo die Sonne untergeht und wo ungefähr unsere Stadt sein könnte. Nach zehn Minuten Diskussion und drei Meinungsverschiedenheiten über „Richtung“, haben wir entschieden, einfach dem Gefühl zu folgen. Was passiert ist? Wir haben uns verlaufen. Mehrmals. Wir haben einen Mann getroffen, der meinte, der nächste Bahnhof sei 5 km entfernt – in die komplett andere Richtung. Wir haben auf einem Supermarktparkplatz Schokobrötchen gegessen, auf einer Bank geschlafen (kurz) und sind durch ein Maisfeld gestapft, weil wir dachten, das sei eine Abkürzung. War’s nicht. War aber lustig. Und irgendwann, nach mehreren Stunden Umwegen, einer Flasche Cola und einem spontanen Lachanfall im Wald, haben wir’s geschafft.

War das jetzt ein großes Abenteuer? Nicht wirklich.

War’s sinnvoll? Keine Ahnung.

War’s genau das, was wir an dem Tag gebraucht haben? Absolut.

 

Deine AUTDOOR-Challenge: 

📍 Steig irgendwo in einen Zug. Ca. 1 Stunde reicht.

📴 Mach dein Handy aus. Kein Google Maps. Kein „mal kurz nachschauen“.

🚶 Geh los. Ohne Plan. Und finde zurück – irgendwie.

🍕 Belohn dich am Ende. Du hast’s verdient.

📸 Teil dein Chaos mit uns unter @in.and.autdoor

— Lukas Klein